Expansion

Das orange M will das Reich der Mitte erobern: Migros eröffnet Läden in China

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Seit einiger Zeit verkauft die Migros in China online Artikel, die in der Schweiz von der Migros-Industrie hergestellt werden, darunter Kosmetik und Schoggi. Nun will die Migros-Industrie in China eigene Läden eröffnet.

Das kündigt Migros-Industrie-Chef Walter Huber im Interview mit der SonntagsZeitung an. Er sagt: «Der Online-Kanal allein reicht nicht für die Bewirtschaftung des chinesischen Marktes. Das ist eine zentrale Erkenntnis. Darum werden wir nun unter dem Namen Orange Garten punktuell auch physische Geschäfte eröffnen.»

Denkbar seien eigene kleinere Läden in Shopping-Malls oder Shop-in-Shop-Konzepte. Erst diese Woche hatte die Migros-Industrie den Kauf der südkoreanischen Kosmetikfirma Gowoonsesang bekanntgegeben. Huber sagt, mittelfristig würden deren Produkte und Dienstleistungen auch in der Schweiz angeboten - darunter Hautanalysen.

Im Zug der Sparmassnahmen beim Migros-Genossenschafts-Bund muss Huber in seinem Departement ebenfalls sparen. Er hofft zwar, dass ein Stellenabbau vermieden werden kann. Das sei aber nicht sicher: «Ich kann nicht garantieren, dass es zu keinem Abbau kommen wird. Aber bis jetzt ist es uns stets gelungen, dass wir den Mitarbeiterbestand aufgrund unseres Wachstums im Ausland halten oder leicht ausbauen konnten. Unsere Führungsteams werden alles daran setzen, dass dies so bleibt.

Vorerst konzentriert sich Huber auf eine Reduktion der 20'000 Artikel, welche die Migros-Industrie aktuell produziert. «Einige Produkte werden aus dem Sortiment fallen», sagt er.

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