Coronakrise

Die Corona-Krise machte in nur zwei Wochen 26'000 Personen arbeitslos - über eine Million wurden in Kurzarbeit geschickt

Wegen Corona haben in der Schweiz bislang 26'000 Personen ihre Stelle verloren. (Symbolbild)

Wegen Corona haben in der Schweiz bislang 26'000 Personen ihre Stelle verloren. (Symbolbild)

Obwohl der Bund massive Unterstützung anbietet, wurden seit Mitte März bereits Tausende Stellen abgebaut.

Der Schweizer Arbeitsmarkt wird durch das Coronavirus einem historischen Stresstest unterzogen. Bekannt war, dass die Zahl der Kurzarbeitsanträge rasend schnell steigt. Den neuesten Zwischenstand gab das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gestern bekannt.

Seco-Direktor Eric Scheidegger sagte an einer Pressekonferenz, dass 1,2 Millionen Menschen einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt hätten. Das sind 22,4 Prozent aller Erwerbstätigen. Immerhin bedeuten die Zahlen auch: Das staatliche Rettungsnetz hat bislang gehalten.

Dennoch steigt auch die Arbeitslosigkeit an. Allein seit Mitte März mussten sich 26'000 Personen arbeitslos melden. Jeden Tag werden also derzeit rund 2000 Erwerbstätige entlassen. Bundesrat Guy Parmelin, selbst gelernter Bauer, rief via Medien auf: «Alle, die Arbeit suchen, geht auf die Felder den Bauern helfen!»

In den USA wird sich die Arbeitslosenquote verdreifachen

Der Blick in die USA unterstreicht die Bedeutung der Kurzarbeit. Anders als in Europa, wo Kurzarbeit weit verbreitet ist, kennen die Amerikaner das Instrument nicht. Innerhalb von zwei Wochen stellten 10 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosengeld.

Die Arbeitslosenquote könnte bald die Marke von 10 Prozent erreichen. Davon ist die Schweiz weit entfernt. Die Arbeitslosenquote ist im März von 2,5 auf 3,1 Prozent geklettert.

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