Sie versichert gleichzeitig den Passagieren, "dass in der Schweiz derzeit keine Streikmassnahmen geplant sind". Bei Easyjet haben sich indes die Spannungen zwischen dem Management und dem Kabinenpersonal in der Schweiz in den letzten Tagen verschärft. Die Gewerkschaft SSP warf der Airline über eine Medienmitteilung eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und eine sture Haltung vor.

Der Sommer 2018 sei der schlimmste gewesen, den die Easyjet-Mannschaft je erlebt habe, schrieb die Gewerkschaft, die Vertragspartner von Easyjet beim Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ist, in einer Mitteilung vom Freitag. Grund dafür sei der immer engere Flugplan, der wachsende Druck auf das Personal sowie Löhne, die für ein Leben in der Schweiz nicht ausreichten.

Easyjet verweist auf regelmässige Gespräche mit Besatzung und Gewerkschaften

Easyjet meinte in der eigenen Mitteilung dazu: "Wir führen regelmässige Gespräche mit unseren Besatzungen und Gewerkschaftsvertretern, um eine passende Lösung zu finden." Das Unternehmen bezeichnet sich als "verantwortungsbewussten Arbeitgeber mit rund 900 Mitarbeitern, die alle im Rahmen von schweizerischen Arbeitsverträgen beschäftigt sind".

Ausserdem seien die Arbeitsbedingungen und die vertraglichen Arbeitszeiten bei Easyjet Schweiz mit den lokalen Gewerkschaften vereinbart und mit denen anderer Fluggesellschaften vergleichbar. Man halte sich an alle Vorschriften und mache keine Kompromisse bei der Sicherheit. "Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Besatzungen und Passagiere hat oberste Priorität."

Laut der Gewerkschaft arbeiten in Genf und Basel über 600 Flugbegleiter für Easyjet. In Genf sind 14 Flugzeuge der Airline stationiert, in Basel elf.