Um rund 4 Milliarden stieg also das Vermögen der Blochers alleine in diesem Jahr – und dies nur bei den börsenkotierten Firmen. Mit rund 12 Milliarden Franken wäre die Familie Blocher in der Reichstenliste der Bilanz auf Platz 6 vorgestossen. Etwa gleichauf mit dem Pharma-Erben Ernesto Bertarelli oder dem russischen Oligarchen Viktor Vekselberg. Das berichtet die "Sonntagszeitung". 

Als Blocher am 10. Dezember 2003 Bundesrat wurde, war er alles andere als arm – und sein Unternehmen, der Autozulieferer Ems, erfolgreich. Doch seit seine Tochter Magdalena Martullo-Blocher die Geschicke der Firma leitet, hat sich der Börsenkurs beinahe verzehnfacht.

Operativ läuft es besser denn je. Im ersten Halbjahr 2017 ist Ems weitergewachsen und hat erneut Rekordmarken bei Umsatz und Gewinn gesetzt. (Das Ebit nahm um 5,8 Prozent auf 280 Millionen Franken zu.) Alleine in diesem Jahr ist der Börsenkurs um 33,8 Prozent gestiegen. 16,1 Milliarden Franken ist Ems an der Börse heute wert, der Anteil der Blochers – es sind das die Schwestern Magdalena, Rahel und Miriam – 11,2 Milliarden Franken. Hinzu kommen rund 250 Millionen Franken Dividende allein in diesem Jahr.

Noch etwas kleiner ist die zweite börsenkotierte Firma, die Blocher damals abgab, nämlich der Pharmazulieferer Dottikon. Auch diese Firma ist mittlerweile 1,1 Milliarden Franken wert – doppelt so viel wie zu Jahresbeginn. Rund 71 Prozent (Börsenwert 780 Millionen) davon gehören Blochers Sohn Markus. Seine Firma, viel kleiner als Ems, hat nach verlustreichen Jahren die Talsohle durchschritten.