Forschung

Gates im Kampf gegen Klimawandel-Folgen für mehr Saatgut-Forschung

Der US-Milliardär und Co-Gründer von Microsoft, Bill Gates, sieht gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht so kritisch wie manche Aktivisten in Europa. (Archivbild)

Der US-Milliardär und Co-Gründer von Microsoft, Bill Gates, sieht gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht so kritisch wie manche Aktivisten in Europa. (Archivbild)

Microsoft-Gründer Bill Gates setzt im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels auf mehr Saatgut-Forschung. «Bestimmte Fortschritte sind ohne Gentechnik nicht denkbar», sagte Gates der Zeitung «Welt» vom Donnerstag.

Der Klimawandel führe dazu, dass die ärmsten Menschen der Erde, die sich als Kleinbauern selbst versorgten, immer häufiger von Missernten betroffen seien. Nötig seien neue Pflanzen, die gegen Hitze und Wassermangel resistenter seien.

"Wir brauchen definitiv mehr Innovationen beim Saatgut", sagte Gates. "Wir müssen viel mehr Geld ausgeben für Agrarforschung. Wir müssen die Produktivität der Landwirtschaft in Afrika verdoppeln." Manches sei durch innovative konventionelle Züchtungsmethoden leistbar, anderes aber nur mit Gentechnik.

Gates sagte weiter, ihm sei bewusst, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel in Europa kritisch gesehen würden. Das sei aber nicht der entscheidende Punkt. "In Europa gibt es nicht Millionen von Kindern, die an Mangelernährung sterben." Wichtig sei die Frage: "Lässt man die afrikanischen Staaten frei entscheiden, ob sie auf Gentechnik setzen wollen oder nicht. Das letzte Wort müssen afrikanische Wissenschaftler haben."

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