Gasstreit

Gespräche über Gas-Kredit an die Ukraine vertagt

Logo der russischen Gasfirma Gazprom

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Die Gespräche über einen milliardenschweren Überbrückungskredit für die Ukraine zur Absicherung der russischen Erdgaslieferungen in die EU sind in Brüssel ohne Ergebnis vertagt worden. Man habe jedoch «gute Fortschritte» gemacht, sagten EU-Diplomaten.

Es sei zudem über finanzielle Hilfen seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) gesprochen worden. Die Gespräche sollen einen Lieferstopp wie zu Anfang des Jahres verhindern. Sie werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

An den Beratungen nahmen Russland und die Ukraine, die Gaskonzerne Gazprom (Russland) und Naftogas (Ukraine) sowie die Weltbank und der IWF teil.

Die Ukraine hat bisher erklärt, sie müsse 4,2 Milliarden US-Dollar an Russland zahlen, um ihre unterirdischen Tanks für die Gas-Weiterleitung im Winter zu füllen. EU-Beamten halten es jedoch für möglich, dass die Summe deutlich niedriger sein könnte.

Die Regierung in Kiew verfügt nicht über das Geld. Das Land ist auch wegen der Weltwirtschaftskrise finanziell angeschlagen. Bis zum 7. Juli muss die Ukraine erneut eine russische Gasrechnung begleichen - laut Kommissionskreisen etwa 200 Millionen Dollar.

Die russische Regierung rechnet damit, dass die Ukraine wegen der Wirtschaftskrise nicht zahlen kann. Regierungschef Wladimir Putin drohte bereits damit, erneut die Gaslieferungen über die Ukraine nach Europa einzustellen. Ein Viertel des in Europa verbrauchten Gases stammt aus Russland.

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