WEF 2019

Greta Thunberg bei den Mächtigen: Ein Mädchen, ein Schild, eine Botschaft

Greta Thunberg ist am WEF in Davos angekommen. Und mit ihr ein Stück echter Davos-Spirit.

Mit der Bahn ist die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg von Schweden in die Schweiz gereist. Am Mittwoch um 11.57 Uhr kam sie nach 24 Stunden Fahrtzeit in der Bündner Bergstadt an.

Im Gepäck: ein Rucksack, ein kleiner roter Koffer und ein Demonstrationsschild mit der Aufschrift «Skolstrejk for klimatet» (Schulstreik fürs Klima).

Thunberg setzt sich für ein stärkeres Klimabewusstsein ein. Sie fordert, dass mehr gehandelt und weniger bloss über den Klimawandel geredet wird. Im Rahmen ihrer Protestaktion demonstriert Thunberg jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm. Die Aktion fand weltweit bereits Nachahmer, auch in der Schweiz.

Auf der Uno-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hatte sie im Dezember gesagt: «Wir müssen verstehen, was für ein Chaos die älteren Generationen angerichtet haben, das wir nun aufräumen und mit dem wir leben müssen.»

Greta Thunberg trifft am WEF in Davos ein: «Ich werde den Mächtigen sagen, dass sie versagt haben.»

Greta Thunberg trifft am WEF in Davos ein: «Ich werde den Mächtigen sagen, dass sie versagt haben.»

Nach ihrer Ankunft in Davos sagte Thunberg noch auf dem Perron: «Das WEF ist ein wichtiger Anlass, an dem sich die wichtigsten Entscheidungsträger dieser Welt treffen und ich werde ihnen sagen, dass sie versagt haben».

Als Beweis für das mangelnde Engagement der Eliten twitterte Thunberg einen «Guardian-Artikel» wonach am Flughafen Zürich derzeit mit über 1500 so viele Privatjets von WEF-Besuchern stünden wie noch nie.

Weil aber Flugreisen viel CO2 ausstossen und damit klimaschädlich sind, entschied sich die junge Schwedin für die Anreise per Zug. Man könne die Zeit in der Bahn gut nutzen, um allerlei Dinge zu tun - zum Beispiel eine Rede zu schreiben. «Ich sehe die Fakten und sehe was getan werden muss. Darum habe ich mich für meine Sache entschieden», so Thunberg.

16-jährige Klimaaktivistin am WEF

16-jährige Klimaaktivistin am WEF

Die Greta Thunberg ist der grosse Star am Weltwirtschaftsforum. Nach einer über 30-stündigen Zugfahrt ist die junge Schwedin heute in Davos angekommen.

Auf die Frage, ob Sie am WEF gerne den zuerst angekündigten und nun doch abwesenden US-Präsidenten Donald Trump getroffen hätte, sagte Thunberg: «Nein, das ist mit egal. Wir können im Kampf gegen den Klimawandel nicht auf einzelne Entscheidungsträger setzen».

Auch gratulierte Thunberg den Schweizer Schülern, die sich vergangene Woche mit Schulstreiks der Protestbewegung angeschlossen haben. Greta Thunberg wird bis Freitag am Weltwirtschaftsforum in Davos bleiben.

WEF: Riesen Medienrummel um Greta Thunberg

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