Zementindustrie
LafargeHolcim streicht 200 Stellen und den Standort in Zürich

Der Zementhersteller LafargeHolcim seine Konzernstandorte in Zürich und Paris. Damit will der Zementkonzern seine Konzernstruktur vereinfachen. Mit der Schliessung werden 200 Stellen abgebaut.

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Die lokalen Behörden haben am Dienstag die Büros des Schweizer Zementriesen Lafarge Holcim in Paris und Brüssel durchsucht. (Archiv)

Die lokalen Behörden haben am Dienstag die Büros des Schweizer Zementriesen Lafarge Holcim in Paris und Brüssel durchsucht. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/YOAN VALAT

Die verbleibenden Stellen in der Schweiz werden ins aargauische Holderbank und nach Zug verlegt, wie LafargeHolcim am Freitag mitteilte.

In Paris werden die verbleibenden Konzernfunktionen nach Clamart im Südwesten der Stadt verlegt. Die Verlegung soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein.

Derzeit laufen noch die Konsultationen mit den Personalvertretern in den beiden Ländern. Gemäss Plan sollen in der Gegend Zürich und Holderbank 107 Arbeitsplätze betroffen sein, in Paris 97.

Der Umbau ist keine Überraschung: Bereits im März hatte der neue LafargeHolcim-Chef Jan Jenisch angekündigt, die Standorte in Miami und Singapur zu schliessen, eine Führungsebene abzubauen und die Ländergesellschaften annähernd zu verdoppeln.

Zudem stehen seither die Doppelzentralen in der Schweiz und Frankreich auf dem Prüfstand. Mit den im März und nun angekündigten Sparmassnahmen sollen 400 Millionen Franken an Vertriebs- und Verwaltungskosten bis im ersten Quartal 2019 eingespart werden.

Zementriese Holcim kommt aus dem Aargau:

Holderbank stand lange für Holcim Simon Läuchli, Ammann von Holderbank, tauscht am Samstag 31. März 2001, die bisherige Ortstafel mit der Aufschrift «Holderbank» mit dem neuen Namen «Holcim» aus. Anlass dafür ist der Zementkonzern Holderbank, der seinen Namenswechsel bekanntgegeben hat.
8 Bilder
Holcim: Der Zementriese kommt aus dem Aargau
Einlauf der Kalksteinmasse in den Zementofen im Jahr 1945.
Thomas Schidheiny: Dieser Familienname ist untrennbar mit der Holcim verbunden. Thomas Schmidheiny hier als Holderbank-Verwaltungsratspräsident am 24. April 1997, vor der Presse in Zürich.
Der Zementofen der HCB Holderbank in Siggenthal-Station (AG) am Mittwoch, 22. September 1999.
Auch in Rekingen war die Holcim - auch wenn sie damals noch nicht so hiess: Gesamtansicht des Zementwerks HCB Holderbank Cement und Beton Rekingen im Kanton Aargau (undatierte Aufnahme). Das Zementwerk Rekingen war 1998 nicht mehr in Betrieb.
Die Holderbank-Zementfabrik in Siggenthal-Station, fotografiert im März 1995
Blick in einen Ofen im Zementwerk Siggenthal in Würenlingen am 18. November 2002. Das Zementwerk Holderbank wurde 1912 gegründet, und gehört seit 1992 zu Holcim. Kalkstein und Mergel werden zu einem feinen Pulver (Rohmehl) vermahlen und im 65 Meter langen Drehofen bei rund 1450 Grad zu Zementklinker gebrannt.

Holderbank stand lange für Holcim Simon Läuchli, Ammann von Holderbank, tauscht am Samstag 31. März 2001, die bisherige Ortstafel mit der Aufschrift «Holderbank» mit dem neuen Namen «Holcim» aus. Anlass dafür ist der Zementkonzern Holderbank, der seinen Namenswechsel bekanntgegeben hat.

Keystone