Wirtschaft

Leichte Erholung: Einkaufsmanager-Index steigt erstmals seit der Coronakrise an

Der Dienstleistungs-PMI erholte sich nach den Lockerungen der Massnahmen schneller als der Industrie-PMI.

Der Dienstleistungs-PMI erholte sich nach den Lockerungen der Massnahmen schneller als der Industrie-PMI.

Der Einkaufsmanagerindex, ein Frühindikator für die Konjunkturentwicklung, ist im Mai leicht angestiegen. Ein Zeichen, dass die Lockerungen der Corona-Massnahmen Wirkung zeigen.

(agl) Nachdem der Einkaufsmanagerindex (PMI) im April seinen Tiefststand erreichte, stieg er im Mai um 1,4 Punkte auf insgesamt 42,1 Zähler an. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Lockerung des Lockdowns die wirtschaftliche Situation unmittelbar verbessere, schreiben die Herausgeber procure.ch und Credit Suisse in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Dennoch befindet sich der Wert immer noch deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Eine deutliche Erholung gab es im Mai in der Subkategorie «Produktion», die um 10,9 Punkte nach oben geklettert ist. Gleich wie bei den Subkomponenten «Geschäftstätigkeit» und «Neuaufträge» liegen die Werte aber noch deutlich tiefer als im Februar. Auch bei der Beschaffung von Gütern gibt es noch Probleme: 85 Prozent der Befragten gaben eine Verschlechterung der Verfügbarkeit von Gütern im Inland sowie bei Importen aus Deutschland an.

Der Personalabbau in der Industrie hat im Vergleich zum April abgenommen, heisst es im Credit-Suisse-Bericht weiter. Das Tempo des Abbaus sei zudem geringer als in der Finanzkrise. Im Dienstleistungssektor hingegen hat sich der Abbau beschleunigt, der Personalbedarf nimmt weiter ab. Die Subkomponente im Dienstleistungs-PMI liegt mittlerweile bei 36,1 Zählern, dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung Anfang 2014.

Insgesamt reagierte der Dienstleistungs-PMI jedoch stärker als der Industriesektor auf die Lockdown-Lockerungen. Dieser stieg im Mai um 14,8 Punkte auf 36,2 Zähler an.

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