Lieferengpässe
Darum gibt es in den Läden einen Mangel an Feuchttüchern für Babys

Die Lücken in den Regalen mit den Feuchttüchern gibt es seit Wochen:
Das Problem hat mit Corona zu tun – aber diesmal hamstert niemand.

Sabine Kuster
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So sieht es zurzeit oft aus neben den Windeln – hier bei Lidl.

So sieht es zurzeit oft aus neben den Windeln – hier bei Lidl.

Bild: Katja Schlegel

Eltern von Babys wundern sich seit Wochen: Warum bloss mangelt es in den Läden immer wieder an Feuchttüchern? Dass Toilettenpapier rar werden kann, hat man noch von der ersten Corona-Welle im Hinterkopf – hamstern jetzt etwa auch die Eltern für die Popos ihrer Kinder Reserve?

Ob der Antwort von Lidl könnte man das schon fast vermuten: «Je nach Nachfrage seitens unserer Kundinnen und Kunden kann es möglich sein, dass der Artikel kurzfristig in einzelnen Filialen nicht erhältlich ist», so die Mediensprecherin.

Doch das Rätsel lüftet schliesslich die Migros. Mediensprecher Patrick Stöpper erklärt auf Anfrage: «Feuchttücher bestehen aus dem gleichen Fasermaterial wie die aktuell sehr stark nachgefragten Hygienemasken. Daher sind die Rohmaterialbestände sehr knapp und es ist schwierig für unsere Lieferanten, Rohstoffe für die Produktion zu beschaffen.»

Weiter beeinflusse Covid-19 auch die Arbeit in der Fabrik, da beispielsweise durch Schutzkonzepte nicht so viele Mitarbeitende wie sonst in der Produktion arbeiten könnten. «Die Lieferengpässe betreffen alle Baby-Feuchttücher gleichermassen.» Die Lücken seien aber jeweils nur kurzfristig.

Dasselbe Bild in den Regalen bei der Migros.

Dasselbe Bild in den Regalen bei der Migros.

Bild: Katja Schlegel

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