Marcel Ospel

Marcel Ospel: «Ich habe nichts zu verbergen»

Unbelehrbar? Marcel Ospel, ehemaliger UBS-Gigant und Boni-Verfechter.

Marcel Ospel

Unbelehrbar? Marcel Ospel, ehemaliger UBS-Gigant und Boni-Verfechter.

Fast zwei Jahre hat der einstige UBS-Boss geschwiegen. Nun spricht er im «Blick» über die Vorladung der GPK nach Bern. Und sagt in gewohnt majestätischer Manier: «Ich habe nichts zu verbergen».

«Selbstverständlich werde ich der GPK zur Verfügung stehen und zur Klärung offener Fragen beitragen», sagt Marcel Ospel (60) zu Blick. «Mir scheint wichtig, dass in diesen Themen bald Ruhe einkehrt.», sagt der einstige Goliath im Nadelstreifenanzug. Noch 2006 wurde er zum besten Manager der Schweiz gekürt. Nach dem UBS-Debakel hat er geschwiegen. Sein letzter Satz in der Öffentlichkeit lautete: «Wer den kalten Wind nicht aushält, der hat auf dem Gipfel ncihts zu suchen», verbales Insigniumeiner grossen narzistischen Persönlichkeit.

Opel will vor der Geschäftsprüfungskommission von National- und Ständerat aussagen. Eine 12köpfige Arbeitsgruppe untersucht das UBS-Debakel sowie die Rolle des Bundesrates in der Finanzkrise. Vor einer Woche forderten Politiker im Sonntagsblick, dass Ospel auch vor der GPS antraben müsse. Ospel sagt nun zu Blick, dass er noch gar keine Einladung von der GPK erhalten habe: «Die mit den UBS-Dossier betraute GPK hat mich bis heute nicht zu einem gespräch eigneladen».

Nicht nur Ospel, auch andere ehemalige UBS-Chefs haben ihre Bereitshaft zur Aissgae signalisiert. so unter anderem Marcel Rohner und Peter Wuffli.

Die GPK-Anhörung wird Ospels erster Auftritt seit zwei Jahren sein. Nach Abschreibungen von 40 Mio. franken musste er an der UBS-GV vom 23. April 2008 zurücktreten. Seither lebt er zurückgezogen. Offenbar so zurückgezogen, dass es - si non e vero, e buon trovato - lange gedauert hat, bis man seine Adresse ausfindig machen konnte, wie der Präsident der GPK-Arbeitsgruppe, Ständerat Hans Hess (FDP/NW) sagte. (cls)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1