Sommerferien

Mit diesen Regeln müssen Sie beim Reisen rechnen

Mehr Abstand zwischen Liegestühlen: Einige Coronamassnahmen dürften bei den Feriengästen vermutlich gut ankommen. Im Bild ist der Strand in Ayia Napa in Zypern zu sehen.

Mehr Abstand zwischen Liegestühlen: Einige Coronamassnahmen dürften bei den Feriengästen vermutlich gut ankommen. Im Bild ist der Strand in Ayia Napa in Zypern zu sehen.

Viele Länder kann man wieder bereisen, andere mit erhöhtem Ansteckungsrisiko sind nicht zu empfehlen. In gewissen Staaten gelten strengere Regeln als in der Schweiz.

Wer in diesem Sommer ins Ausland verreisen will, sollte sich noch besser vorbereiten als sonst. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus riskieren oder nach den Ferien in Quarantäne zu müssen, will schliesslich niemand. Nach wie vor empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG), auf nicht notwendige Auslandreisen zu verzichten.

Von dieser Empfehlung ausgenommen sind aber die Länder des Schengen-Raums einschliesslich Dänemark, Island und Norwegen sowie Grossbritannien. Dort findet das öffentliche Leben inklusive Restaurantbesuchen und anderen Aktivitäten mehrheitlich wieder statt, auch die meisten Museen und Sehenswürdigkeiten sind wieder geöffnet. Ferien in Europa sind laut dem BAG also möglich, weitere Reisen ausserhalb Europas sollten vermieden werden.

Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko

Folgende Regionen sind aktuell besonders heikel, die Liste der Staaten oder Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko hat der Bund am Donnerstag publiziert und wird laufend angepasst: Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Bolivien, Brasilien, Cabo Verde, Chile, Dominikanische Republik, Honduras, Irak, Israel, Katar, Kolumbien, Kosovo, Kuwait, Moldova, Nordmazedonien, Oman, Panama, Peru, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Südafrika, Turks- und Caicos-Inseln sowie die Vereinigten Staaten von Amerika.

Verreist jemand dennoch in diese Staaten und will dann in die Schweiz zurück, muss er oder sie sich – mit wenigen Ausnahmen – für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die wissenschaftliche Task Force des Bundes empfiehlt zudem, weitere Länder zu den Risikogebieten zu zählen. Die Quarantänepflicht solle auch in jenen gelten, die nicht grün sind (siehe Grafik). Darunter sind etwa Portugal, Kroatien und Albanien.

© CH Media

Wichtigste Vorschriften und Einschränkungen in Europa

In zahlreichen anderen Ländern innerhalb und ausserhalb Europas bestehen ausserdem weiterhin Einreiserestriktionen und andere Massnahmen. Zum Beispiel wurden in einigen Ländern die Visumvorschriften verschärft. Oder es muss ein negativer Covid-19-Test bei der Einreise vorgewiesen werden. Je nach Verlauf der Pandemie können sich die Vorschriften jederzeit ändern.

Das Aussendepartement empfiehlt, sich bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz über die aktuell gültigen Vorschriften zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu informieren. Reisende müssen im nahen Ausland beispielsweise mit folgenden Massnahmen rechnen:

In den meisten Ländern gelten punkto Maskentragen strengere Regeln als in der Schweiz, in Deutschland und Italien etwa ist die Maske auch beim Einkaufen Pflicht. In Italien gehören je nach Region auch Handschuhe dazu. Dafür kann man sich in Italien wieder frei zwischen den Regionen bewegen. In Frankreich sind im Restaurant maximal zehn Personen pro Tisch erlaubt. In Spanien ist bei der Einreise ein spezielles Formular auszufüllen und es wird einem die Temperatur gemessen. Mit Temperaturmessungen muss man auch in anderen Ländern rechnen, etwa vor gut besuchten Sehenswürdigkeiten. In griechischen Flughäfen führen Ärzte Kontrollen durch. In sämtlichen Ländern gelten Abstandsregeln.

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Autor

Gabriela Jordan

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