Preisvergleich

Nirgends ist Grillieren teurer: Die Schweizer zahlen für ihr Fleisch am meisten

Wer in der Schweiz zum Metzger geht, muss mehr im Portemonnaie haben als in anderen Ländern.

Wer in der Schweiz zum Metzger geht, muss mehr im Portemonnaie haben als in anderen Ländern.

Eine Auswertung von Eurostat zeigt: In Europa kostet Fleisch nirgends mehr als in der Schweiz. In Polen und Rumänien zahlt man nur knapp ein Viertel der Schweizer Preise.

(mg) Ein Kotelett will verdient sein. Und in der Schweiz muss man dafür etwas mehr verdienen dafür als anderswo: Wie eine Auswertung vom Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) zeigt, lag der Preisindex 2019 für Fleisch in der Schweiz bei rund 235 Punkten. Das heisst: Das Fleisch ist mehr als doppelt so teuer, wie im EU-Durchschnitt (100 Punkte). Als Lesebeispiel: Kostet ein Stück Fleisch im EU-Durchschnitt 10 Franken, so kostet es hierzulande 23,50 Franken.

Die Schweiz ist abgeschlagener Spitzenreiter. Auf dem zweiten Platz landen die Isländer (156 Punkte). Dahinter folgen die Norweger (149 Punkte) und die Österreicher. Bei unserem östlichen Nachbarn liegt der Preisindex bei 145 Punkten. Am anderen Ende der Fleischskala befinden sich Polen und Rumänien. Dort liegt der Index bei 63 Punkten.

© CH Media

Berücksichtigt wurden dabei die Preise von allen üblichen Fleischsorten. Der hohe Wert für die Schweiz mag einem etwas den Appetit verderben. Aber vielleicht tröstet ja dies: 2017 lag der Indexwert sogar noch höher. Damals betrug er 239 Punkte. Das mag nicht viel sein, aber mindestens ein Chipolata mehr liegt heuer also schon drin.

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