Der Nettoumsatz der fortgeführten Bereiche stieg in den ersten drei Monaten um 2 Prozent auf 11,11 Milliarden US-Dollar, wie Novartis am Mittwoch mitteilte. Die fortgeführten Bereiche umfassen dabei die Divisionen Innovative Medicines und den Generikahersteller Sandoz.

Bereits nicht mehr enthalten ist die abgespaltene Augensparte Alcon. Von dieser hatte sich Novartis Anfang April über einen Börsengang verabschiedet.

Das operative Ergebnis fiel um 5 Prozent auf 2,24 Milliarden Dollar. Dabei hätten Investitionen zur Wachstumssteigerung, eine Nettowertminderung und niedrigere Veräusserungsgewinne zu Buche geschlagen, erklärte Novartis. Der Reingewinn des fortgeführten Geschäftes nahm um ebenfalls 5 Prozent auf 1,87 Milliarden Dollar ab.

Ohne Sonderfaktoren hätte das operative Kernergebnis sich im ersten Quartal um 9 Prozent auf 3,25 Milliarden Dollar verbessert. "Novartis ist gut ins Jahr 2019 gestartet", zeigte sich Konzernchef Vas Narasimhan erfreut.

Pharma wächst - Sandoz schrumpft

Wachstumstreiber war im ersten Quartal einmal mehr die Division Innovative Medicines. Sie steigerte die Verkäufe um 5 Prozent auf 8,78 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Analysten klar übertroffen.

Umsatzstärkstes Medikament war im ersten Quartal das Schuppenflechtenpräparat Cosentyx, das seine Verkäufe um 36 Prozent auf 791 Millionen Dollar steigerte. Gar um 79 Prozent legte das neue Herzmedikament Entresto zu. Doch auch die Krebsmedikamente verzeichneten vor allem dank Lutathera, Promacta und Kisqali ein gutes Wachstum.

Weniger gut lief es erneut bei der Generikasparte Sandoz. Sie verzeichnete in den ersten drei Monaten als Folge des anhaltenden Preiszerfalls in den USA ein Umsatzminus von 8 Prozent auf 2,33 Milliarden. Das Betriebsergebnis ging gar um ein Drittel auf noch 273 Millionen zurück.

Auf Richard Saynor, den neuen Leiter der Division, wartet also einiges an Arbeit. Saynor kommt vom Konkurrenten GSK und wird sein Amt spätestens zum 1. August antreten.

Die laufende Transformation von Sandoz werde einige Jahre brauchen, erklärte Konzernchef Narasimhan in einer Telefonkonferenz. Ziel sei weiterhin, die Eigenständigkeit von Sandoz innerhalb des Konzerns zu stärken.

Gewinnziel erhöht

Zudem erhöhte Novartis den Gesamtjahresausblick der Gruppe für das operative Ergebnis. Neu wird zu konstanten Wechselkursen ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Bisher rechnete das Management mit einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Der Konzernumsatz soll weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Im laufenden Jahr könnten bis zu vier Blockbuster auf den Markt kommen, kündigte der Konzernchef an.

Alcon bringt Sondergewinn von 4,7 Milliarden

Die abgespaltene Augenheilsparte Alcon wies für das erste Quartal einen stabilen Umsatz von 1,78 Milliarden Dollar aus. Das operative Ergebnis sank leicht auf 71 Millionen. Unter dem Strich resultierte vor allem als Folge von höheren einmaligen Steueraufwendungen ein Verlust von 101 Millionen Dollar.

Wie Novartis weiter mitteilte, wird im Zusammenhang mit der Abspaltung von Alcon im zweiten Quartal ein nicht geldwirksamer Gewinn von rund 4,7 Milliarden Dollar verbucht werden.