Danach darf eine für den 26. Februar anvisierte Hauptversammlung nicht stattfinden, auf der die Aktionäre über bereits vereinbarte Konditionen für die Transaktion abstimmen sollten. Embraer teilte mit, alles dafür tun zu wollen, damit das Treffen der Anteilseigner doch noch zustande komme. Bei Boeing war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Vorherige juristische Versuche, den Übernahmeprozess aufzuhalten, scheiterten bisher.

Die brasilianische Regierung unter ihrem neuen Präsidenten Jair Bolsonaro hatte vor kurzem mitgeteilt, dem Bündnis zwischen Embraer und Boeing zustimmen zu wollen. Die beiden Unternehmen hatten sich im Juli auf die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens verständigt. Dazu verkauft Embraer 80 Prozent seiner profitablen kommerziellen Flugzeugsparte für 4,2 Milliarden Dollar an Boeing, das die Kontrolle über das neue Unternehmen hält.