Rockwell
Rockwell bleibt Aarau treu

Aufatmen im Kanton Aargau. Die Automationsfirma Rockwell verlängert den Mietvertrag bis 2022 und bleibt damit dem Standort Aarau lange Zeit erhalten.

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Aargauer Zeitung

Thomas Röthlin

Die Rockwell Automation AG, mit 600 Angestellten eine der grössten Arbeitgeberinnen in Aarau, hat ihre Mietverträge auf dem Areal Torfeld Süd um zehn Jahre bis 2022 verlängert. Der Deal mit der Immobiliengesellschaft Mobimo wurde am Mittwoch besiegelt.

Zweieinhalb Wochen zuvor hatten die Aarauer in einer Referendumsabstimmung die neue Bau- und Nutzungsordnung (BNO) für das weitgehend brachliegende Industriegebiet abgesegnet.

Lokales Know-how unverzichtbar

Mit der neuen BNO kann das Torfeld Süd zu einem durchmischten Arbeits-, Wohn-, Freizeit- und Einkaufsquartier entwickelt werden. Das heisst, Rockwell wird auch Neubauten beziehen und ihre Aktivitäten auf einem Baufeld, wo heute die Produktion angesiedelt ist, konzentrieren. Die Verwaltung wird aus dem Hochhaus am Gais-Kreisel ausziehen. Diese Liegenschaft wird von der Pensionskasse Gastro Social nachgenutzt.

Das Bekenntnis Rockwells zum Standort Aarau hat laut Finanzdirektor Beat Wüst zwei Gründe. Die Entwicklung und Herstellung von elektromechanischen Komponenten, die zum Beispiel in Schaltschränke verbaut werden, betreibt der US-Technologiekonzern exklusiv mit seiner Schweizer Tochter. «Dieses Know-how kann nicht transferiert werden», sagt Wüst. Viele Mitarbeiter seien mit der Region eng verbunden. Zweitens seien auch die hoch automatisierten Anlagen schwierig zu verschieben.

Über den Verbleib Rockwells in Aarau war spekuliert worden. Mit der planungsrechtlichen Wiederbelebung des Areals durch die neue BNO konnten jetzt Bedenken über bauliche Entwicklungsmöglichkeiten ausgeräumt werden. Auch wirtschaftlich gehts wieder aufwärts: Rockwell hob ihre vor Jahresfrist verhängte Kurzarbeit inzwischen ganz auf.

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