Dazu ist die SIX Group eine strategische Partnerschaft mit der israelischen Cortica, einer Spezialistin für Technologie basierend auf Künstlicher Intelligenz, und der in Hongkong ansässigen Beratungsfirma Duotem Capital eingegangen, wie die Börsenbetreiberin am Montag mitteilte. Am vergangenen Donnerstag wurde eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Schwerpunkte der ersten Arbeiten liegen im Bereich nachbörslicher Prozesse (Post-Trading). Cortica mit Sitz in Tel Aviv und New York entwickelt selbstlernende Technologien, die mit der "realen" Welt interagieren und mit anderen Technologien und Maschinen zusammenarbeiten. Duotem Capital soll helfen, Geschäftschancen bei der SIX zu identifizieren und neue Angebote für den Finanzsektor zu entwickeln.

Betrügerische Zahlungen sollen erkannt werden

Dazu gehörten unter anderem die Erkennung von Manipulation ("Front Running", "Spoofing"), Algorithmen zur Ermittlung von betrügerischen Zahlungen, sowie die Unterstützung von manuellen Korrekturen im Post-Trading-Bereich durch maschinelles Lernen.

Die Arbeiten hätten bereits begonnen. Und man erwarte, "dass in den nächsten drei Monaten eine tragfähige Dienstleistung entwickelt werden kann", so die Börsenbetreiberin. Weitere Einsatzbereiche würden von den Unternehmen im Laufe der Einführungsphase evaluiert, die ein Quartal dauern soll.

"Die Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz in Verbindung mit selbstlernenden Technologien eröffnen für uns ganz neue Möglichkeiten und Chancen, um unsere Effizienz, Transparenz und Compliance zu verbessern", liess sich Thomas Zeeb zitieren. Er leitet den Bereich "Securities & Exchanges" bei der SIX, also die Börse und das Post-Trading.