Unwetter

Starke Regenfälle und Gewitter in der Schweiz

Viel Regen über der Schweiz: Personen mit Regenschirmen gehen auf der Kirchenfeldbrücke in Bern.

Viel Regen über der Schweiz: Personen mit Regenschirmen gehen auf der Kirchenfeldbrücke in Bern.

In der Schweiz ist es in der Nacht auf Dienstag zu Unwettern gekommen. So regnete es vielerorts stark und teilweise gab es extreme Gewitter.

Besonders betroffen waren laut den Unwetterkarten einige Regionen in der Romandie, die Zentralschweiz, das Tessin und der Kanton Graubünden.

Laut Meteonews fielen im westlichen Nordtessin und in den angrenzenden Gebieten über 100 Liter Regen pro Quadratmeter. In der Westschweiz, im Jura und im Raum Bern sowie im Unterwallis und im Raum Zürich beliefen sich die Regenmengen verbreitet auf 40 bis 70 Liter pro Quadratmeter.

In einem Streifen vom Zentralwallis übers Berner Oberland, die Zentralschweiz bis ins Baselbiet und in den Aargau blieben die Regenmengen mit 20 bis 35 Litern etwas geringer, wie Meteonews weiter schreibt. Auch in der Ostschweiz und speziell im Bündnerland waren die gemessenen Niederschlagsmengen etwas tiefer, hier fielen 10 bis 30 Liter Regen. Mit Abstand am meisten Niederschlag gab es im westlichen Sopraceneri und lokal im Oberwallis mit Mengen von über 150 Litern Regen pro Quadratmeter.

Unwetterwarnstufe erhöht

Meteoschweiz erhöhte in der Nacht auf Dienstag etwa für Gamsen VS die Unwetterwarnstufe auf Orange. Für die Region Chur wurde sogar ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Die meteocentrale schrieb, es bestünde die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Die Blitzaktivität sei zudem hoch. Das Zentrum des Gewitters habe im Bereich Innerferrea GR gelegen.

Wie TCS Verkehr in der Nacht zudem auf Twitter mitteilte, wurde die A2 am Gotthard zwischen der Verzweigung Altdorf und Amsteg in beiden Richtungen für den Durchgangsverkehr aufgrund von Hochwasser gesperrt. Laut TCS Verkehr gibt es auch im Tessin viel Geröll auf einigen Strassen.

Die Niederschläge beeinträchtigen auch den Schienenverkehr. Weil zwischen Amsteg und Gurtnellen ein Bach am Morgen sein Bett verliess und die Geleise unterspülte, war die Strecke zwischen Erstfeld und Göschenen vorübergehend unterbrochen. Die Fernverkehrszüge zwischen Erstfeld und Bellinzona fielen auf dem betroffenen Abschnitt aus und wurden durch Busse ersetzt. Gegen Mittag war die Störung behoben.

Die Schweizerischen Rheinhäfen melden am Dienstagmorgen, dass die Hochwassermarke I am Pegel Basel-Rheinhalle überschritten wurde. Der Aktuelle Pegelstand betrage 719 cm.

Kritische Pegelstände

Wegen der anhaltenden Niederschläge führt die Reuss im Kanton Uri viel Wasser. Die Pegel überschritten einen Grenzwert, weshalb laut der zuständigen Kantonspolizei in der Nacht auf Dienstag diverse Interventionsmassnahmen eingeleitet werden mussten. Am Vormittag entspannte sich die Lage wieder.

Am Sonntagabend ging ausserdem bereits ein Murgang auf die Strasse zwischen Wassen und Meien nieder. Es kam dabei zwar niemand zu Schaden, wie ein Sprecher der Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagabend sagte. Die Strasse musste dennoch für den Verkehr geschlossen werden.

Obendrein wurde laut der Kantonspolizei Uri die Strasse Gurtnellen UR - Intschi UR wegen Elementarereignissen gesperrt. Im Bereich Gurtnellen, Steintal, ging eine Schlammlawine nieder und habe einen Personenwagen beschädigt. In der Folge mussten laut den Behörden neun Personen aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden. Verletzt wurde beim Niedergang aber niemand.

Gegen 5.00 Uhr habe sich die Lage normalisiert und die A2 wurde für sämtlichen Verkehr wieder geöffnet, hiess es weiter im Communiqué der Kantonspolizei Uri am Dienstagmorgen.

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