OSwald Grübel

UBS-Banker: Das sind die Privilegien auf Lebenszeit

UBS-Chef Oswald Grübel

UBS-Chef Oswald Grübel

Frühere Chefs der UBS profitierten bis jetzt von lebenslangen Privilegien: Die Bank finanzierte ihnen einen Gärtner für die private Villa, den Auto-Service, eine Alarmanlage oder sogar einen Securitas-Wächter. Darüber hinaus stellte ihnen die Bank am Bleicherweg in Zürich ein Büro, genannt «Stöckli», zur Verfügung - samt Sekretärin, PC, Fax und Telefon. Oswald Grübel hat diese Extras jetzt gestrichen.

«Herr Grübel hat das jetzt alles abgestellt», sagt ein ehemaliger Verwaltungsrat zur Zeitung «Sonntag». «Herr Grübel sagte uns, in Zeiten von Sparmassnahmen und Stellenabbau könne die UBS das nicht weiter bezahlen.» UBS-Kommunikationschef Christoph Meier: «Die Sachleistungen an ehemalige Verwaltungsräte oder Konzernleitungsmitglieder sind ein alter Zopf der Vorgängerbanken», gemeint sind Bankgesellschaft (SBG) und Bankverein (SBV). «Die meisten Ehemaligen haben auf die Sachleistungen verzichtet, nachdem die UBS mit ihnen gesprochen hat.» Gemäss Recherchen verzichten nun:

> Franz Galliker, SBV-Präsident bis 1993 (er bezog in den letzten beiden Jahren gemäss Vergütungsbericht Sachleistungen von 80 255 Franken).

> Walter G. Frehner, SBV-Präsident bis 1996 (100 034 Franken).

> Georges Blum, SBV-Präsident bis 1998 (193 978 Franken).

> Robert Studer, SBG-Präsident bis 1998 (144 959 Franken).

Einer verzichtet offenbar nicht: Alberto Togni, der ehemalige UBS-Vizepräsident, der 2001 durch ein missratenes Interview zum Swissair-Grounding in «10 vor 10» landesweit bekannt wurde. Er bezog allein letztes Jahr 676 119 Franken von der UBS – fast so viel wie der amtierende Verwaltungspräsident Kaspar Villiger! Die UBS wollte dazu nichts sagen, Togni selber war nicht erreichbar. Tognis hohe Bezüge erklären sich gemäss Recherchen damit, dass er für die UBS eine Stiftung mit hohem Vermögen betreut.

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