Wirtschaft

Wegen Coronakrise sinkt der Umsatz der EMS-Gruppe um fast einen Fünftel

Die Coronakrise beeinträchtigt den Nettoumsatz der Ems-Gruppe. (Symbolbild)

Die Coronakrise beeinträchtigt den Nettoumsatz der Ems-Gruppe. (Symbolbild)

Der Nettoumsatz fiel seit Januar um fast einen Fünftel tiefer aus als in der Vorjahresperiode. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung des Unternehmens würden aus Solidarität auf einen Teil ihrer Honorare und Fixsaläre verzichten.

(dpo) 496 Millionen Franken betrug der konsolidierte Nettoumsatz der EMS-Gruppe für die Monate Januar bis März 2020. Damit fiel er 17,8 Prozent tiefer aus als in der Vorjahresperiode. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit.

Da die Coronakrise zu einer tieferen Nachfrage geführt habe, mussten die Produktionstätigkeiten der EMS-Gruppe reduziert werden. An den internationalen Standorten werde Ferien und Gleitzeit bezogen oder Kurzarbeit beansprucht. Die Absatzschwankungen in der Schweiz würden über das Jahresarbeitsmodell aufgefangen, so das Unternehmen. Laut eigenen Angaben verzichten der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung aus Solidarität freiwillig auf 15 Prozent der Honorare und Fixsaläre.

Wirtschaftseinbruch beeinträchtigt Geschäftsjahr 2020

EMS verfüge über hohe Liquiditätsbestände und eine erfreuliche Eigenkapitalquote. Das Unternehmen sieht sich deshalb in guter Verfassung, um Chancen am Markt rasch wahrzunehmen. Im Vordergrund stünden Zusatzgeschäfte in aktuellen medizinischen EMS-Anwendungen wie Corona-Test-Röhrchen, Analysegeräte, Schutzbrillen und Beatmungsmasken.

Das Unternehmen schätzt allerdings, dass das gesamte Geschäftsjahr 2020 durch den aktuellen weltweiten Wirtschaftseinbruch beeinträchtigt bleiben wird.

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