Wirtschaft

Weniger Firmenpleiten in der Zentralschweiz: Die Konkurswelle bleibt vorerst noch aus

Geschäftsaufgaben wegen der Coronakrise bleiben bisher die Ausnahme: Insgesamt hat sich die Zahl der Konkurse deutlich verringert. (Symbolbild)

Geschäftsaufgaben wegen der Coronakrise bleiben bisher die Ausnahme: Insgesamt hat sich die Zahl der Konkurse deutlich verringert. (Symbolbild)

In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 21 Prozent ab. Ausserdem gab es mehr Neugründungen.

(wap) Von Januar bis April sind in der Schweiz 2760 Konkursverfahren wegen betrieblicher Insolvenz eröffnet worden. Diese Daten hat das Smart-Data-Unternehmen Bisnode am Montag veröffentlicht. Die Zahl der Konkurse liege damit deutlich unter dem Durchschnitt, schreibt Bisnode in einer Medienmitteilung: In den ersten neun Monaten 2020 habe die Zahl der Firmenpleiten um 21 Prozent abgenommen. Zugleich seien 33'573 Neugründungen eingetragen worden. Dies entspreche einem Zuwachs um zwei Prozent.

Das Phänomen der «Untersterblichkeit» war bereits Anfang Oktober von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich untersucht worden. Sie geht davon aus, dass die Unterstützungsmassnahmen des Bundes Konkurse verhindert haben – auch von Unternehmen, die unter normalen Umständen ihre Bilanz hätten deponieren müssen. Der Gläubigerverband Creditreform warnt deshalb von einer Pleitewelle im Herbst, wenn diese Massnahmen auslaufen.

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