Verpackungsindustrie

Weniger Konsum: Schweizer Verpackungsindustrie mit schwachem 2009

Verpackungsindustrie spürte die Krise

Verpackungsindustrie spürte die Krise

Die Schweizer Verpackungsindustrie hat die Krise deutlich zu spüren bekommen. Der Umsatz dieser Branche ging im 2009 um gut 10 Prozent auf 6,2 Mrd. Fr. zurück. Besonders gelitten haben die Anbieter von Verpackungsmaschinen, Holzverpackungen und die Kartonindustrie.

Der Umsatz-Rückgang beim Karton um 10,2 Prozent auf 570 Millionen Franken liegt zu einem grossen Teil daran, dass Detailhändler bei Lebensmitteln auf günstigere Verpackungen umsteigen. Statt in Karton wird das Nahrungsmittel immer häufiger in eine Plastikfolie verpackt.

Auch in anderen Branchen wird vermehrt auf günstigere Materialien als Karton gesetzt, etwa in der Bekleidungsindustrie. So werden Kleider oder Schuhe nicht mehr in Schachteln verpackt, sondern oft nur noch in einen Plastiksack gesteckt.

Das grösste Minus verzeichneten im 2009 jedoch die Hersteller von Verpackungsmaschinen, wie das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI) in Zürich mitteilte. Ganze 18 Prozent weniger Umsatz musste dieser Branchenzweig hinnehmen - in erster Linie, weil in der Krise bei Investitionen gespart wurde.

Dieser Investitionsstopp hatte nicht nur Auswirkungen auf die Maschinenhersteller, sondern auch auf die Anbieter von Holzverpackungen, in denen die Maschinen jeweils transportiert werden. Diese verzeichneten ein Minus von 16,8 Prozent.

Relativ gut gehalten haben sich hingegen die Plastik- und die Aluminiumindustrie, die jeweils 8,1 Prozent, beziehungsweise 5,4 Prozent Umsatzeinbussen verzeichneten.

Die Plastikindustrie hielt sich einigermassen krisenresistent, weil sie vom Trend zum Take-Away- und Fertiggericht profitieren konnte.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1