Wohlen/Villmergen
Raiffeisenbanken prüfen Fusion: Alle sieben Filialen sollen aber offen bleiben

Die Raiffeisenbanken Wohlen und Villmergen planen ihre Zukunft. Angesichts des Strukturwandels im Bankenmarkt und zur weiteren Stärkung ihrer Marktpositionierung prüfen sie derzeit einen «partnerschaftlichen Zusammenschluss». Über diesen soll an der Urabstimmungen 2022 entschieden werden.

Andrea Weibel
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Die Raiffeisenbank Wohlen.

Die Raiffeisenbank Wohlen.

zvg

Die beiden Raiffeisenbanken Wohlen und Villmergen wiesen in den letzten Jahren sowohl bei der Bilanzsumme als auch bei den Mitgliederzahlen sehr gute Wachstumsraten auf, schreiben sie in einer gemeinsamen Medienmitteilung. «Der gesellschaftliche und technologische Wandel und die damit einhergehenden veränderten Kundenbedürfnisse stellen die beiden Banken jedoch vor zahlreiche grosse Herausforderungen», heisst es dort. «Gesetzliche Anforderungen nehmen zu, ebenso der Wettbewerbsdruck, und grosse Investitionen aufgrund der rasanten Entwicklung der Bankentechnologie sind unumgänglich.»

Die Raiffeisenbank Villmergen.

Die Raiffeisenbank Villmergen.

zvg

Aus diesen Gründen planen die beiden bisher eigenständigen Banken nun einen Zusammenschluss. So wollen sie das Marktpotenzial sowie die Konkurrenzfähigkeit steigern und Synergieeffekte generieren. «Dies eröffnet die Chance, mit vereinten Kräften weitere Gebiete zu erschliessen und die Positionierung zu stärken.» Für einen Zusammenschluss spreche zudem die Tatsache, «dass sich die Geschäftskreise optimal ergänzen».

Alle sieben Standorte sollen beibehalten werden

Die Verwaltungsräte beider Banken haben sich für den gemeinsamen Weg entschieden. Sie sind überzeugt, dass mit dem partnerschaftlichen Zusammenschluss die anstehenden Aufgaben mit vereinten Kräften gemeistert werden können.

Die neue Raiffeisenbank wird eine Bilanzsumme von über 2,6 Milliarden Franken aufweisen und mehr als 20'000 Mitglieder zählen. «Im Zentrum der Überlegungen steht der langfristige Nutzen für die Mitglieder, Kunden und Mitarbeitenden», heisst es in der Medienmitteilung weiter. So werden sämtliche Geschäftsstellen der beiden Banken auch nach einem allfälligen Zusammenschluss weitergeführt. Denn:

«Die gewohnte Kundennähe der beiden genossenschaftlich organisierten Banken, mit ihren insgesamt sieben Standorten, soll auf alle Fälle beibehalten werden.»

Bei der Raiffeisenbank Wohlen arbeiten 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bank weist eine Bilanzsumme von 1,35 Milliarden Franken aus und zählt 11'000 Genossenschafter als Mitbesitzer der Bank. Bei ihrer Schwester in Villmergen arbeiten 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie weist eine Bilanzsumme von 1,26 Milliarden Franken aus und zählt 10'000 Genossenschafter.