Landwirtschaft
Vier von 15 Bauernhöfen in Andermatt sind Bio – mehr als in den meisten Gemeinden

Wie viele Bauernhöfe gibt es in Andermatt? Und wie viele davon bauen biologisch an? Das Bundesamt für Statistik hat neue Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht.

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Da die Landwirtschaft in der Schweiz Betriebe verliert, werden die verbliebenen Höfe grösser.

Da die Landwirtschaft in der Schweiz Betriebe verliert, werden die verbliebenen Höfe grösser.

Keystone-SDA
(chm)

In Andermatt gab es im vergangenen Jahr 15 Bauernhöfe, wie aus der jüngsten landwirtschaftlichen Strukturerhebung des Bundesamts für Statistik hervorgeht. Von diesen Höfen produzierten vier nach biologischen Kriterien. Der Anteil der Biobetriebe betrug somit 26.7 Prozent. 

Die Anzahl Betriebe und der Anteil der Biohöfe hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Andermatt hat einen der höchsten Anteile an Biohöfen: Der Wert ist der dritthöchste im Kanton Uri.

Schweizweit hat sich 2020 wiederum ein grösserer Teil der Landwirtschaftsbetriebe der biologischen Produktion gewidmet. Der Anteil der Biobetriebe ist auf 15.3 Prozent gewachsen. Die meisten der rund 7600 Biobetriebe befinden sich im Kanton Graubünden, der einen Anteil von Biohöfen von fast 60 Prozent ausweist. Im Kanton Uri liegt dieser Anteil bei 11.3 Prozent.

Mit 10.5 Bauernhöfen auf hochgerechnet 1000 Einwohner liegt Andermatt deutlich über dem Wert für das ganze Land (5.7 Betriebe pro 1000 Einwohner). Im Kanton Uri kamen auf 1000 Einwohner 14.7 Bauernhöfe – und somit mehr als in Andermatt.

Weniger Betriebe, weniger Fläche

Seit Jahrzehnten verschwinden in der Schweiz Bauernbetriebe. Andermatt ist dabei keine Ausnahme: In den vergangenen rund 30 Jahren sind in Andermatt zwölf Bauernhöfe verschwunden. 1990 hatte es noch 27 Betriebe gegeben. Allein in den vergangenen zehn Jahren sind fünf Betriebe verschwunden.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Andermatt reduzierte sich seit 1990 um beachtliche 39.5 Hektaren, was einem Minus von 10.8 Prozent entspricht. Die Fläche nahm von 365 auf heute 325.5 Hektaren ab. Schweizweit nahm die Fläche um rund 23'000 Hektaren oder 2.2 Prozent ab.

In der Landwirtschaft waren in Andermatt 42 Personen beschäftigt, Teilzeit- und Vollzeit-Personal zusammengezählt. Das ist eine Person mehr als im Vorjahr.

Total 984 Tiere

Die Landwirtschafts-Statistik weist auch detailliert aus, wie viele Tiere auf den Bauernhöfen in Andermatt leben: Es waren total 984 Tiere. Im Vergleich zum Vorjahr sind das weniger Tiere, das Minus beträgt 74.

Genau genommen lebten in der Gemeinde 492 Rinder (+1 Stück), 383 Schafe (-8.4%), 51 Geflügel (-25%), 49 Ziegen (-29%), fünf Übrige Tiere (Kategorie) (-5 Stück) und vier Pferde (+2 Stück).

Über das ganze Land gesehen nahm 2020 der Geflügelbestand gegenüber dem Vorjahr deutlich zu (+5.1 Prozent), bei den weiteren Tieren gab es jeweils ein leichtes Minus.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt. Hier finden Sie eine Übersicht zu allen Gemeinden in Ihrer Region. Datenquelle: Bundesamt für Statistik.

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