2000 Personen fordern in Luzern: «Klimaschutz Gopfriedstutz!»

Rund 2000 Personen demonstrierten in Luzern für den Klimaschutz. Was am Samstag augenscheinlich wurde: Herz und Seele der Bewegung sind immer noch die Jungen – eine reine Jugendbewegung ist es aber längst nicht mehr.

Ismail Osman
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Jugendliche fordern am Samstagnachmittag in Luzern Massnahmen für den Klimaschutz. (Bild: Dominik Wunderli, 6. April 2019)

Jugendliche fordern am Samstagnachmittag in Luzern Massnahmen für den Klimaschutz. (Bild: Dominik Wunderli, 6. April 2019)

Sie sind hier, sie sind laut, weil man ihnen die Zukunft klaut. Die Bilder, Transparente, Sprechgesänge und Forderungen sind, nach den Klimastreiks der Schüler und den weltweiten Demonstrationen der vergangenen Monate, bereits vertraut. Das Feuer, mit dem die Organisatoren der aktuellen Klimabewegung für ihre Anliegen kämpfen, lodert aber unvermindert weiter.

Wie in diversen Schweizer Städten gingen am Samstag auch in Luzern wieder Menschen auf die Strasse, um für einen konsequenteren Klimaschutz zu demonstrieren. In Luzern zählte man rund 2000 Teilnehmer, wie die Luzerner Polizei auf Anfrage mitteilte.

An der Klimademo in der Stadt Luzern nahmen gemäss Angaben der Polizei rund 2000 Personen teil. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
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Mit Kartonplakaten marschierten sie durch die Stadt. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Nicht nur Jugendliche, auch Erwachsene waren mit von der Partie. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
In zahlreichen Schweizer Städten gingen Jugendliche am Samstag auf die Strasse. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Klimademo in der Stadt Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Auch die Touristen scheinen sich für die Anliegen der Demonstranten zu interessieren. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Sie verfolgen die Kundgebung in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Auf der einen Seite fahren die Autos vorbei - auf der anderen fordern Jugendliche stärkeren Klimaschutz. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern . (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Ausgerüstet mit Megafon und Forderungen auf Karton verkünden diese Damen ihre Ziele. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Weitere Impressionen von der Klimademo in Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)
Klimademo in der Stadt Luzern. Die Uhr der Hofkirche zeigte während der Demonstration auf 5 vor 12. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)

An der Klimademo in der Stadt Luzern nahmen gemäss Angaben der Polizei rund 2000 Personen teil. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. April 2019)

Hoffnungen ruhen auf Jungpolitikern

In Luzern stand die Demonstration auch im Zeichen der Kantonsratswahlen vom vergangenen Sonntag. So wurde zu Beginn der Demo, beim Pavillon am Nationalquai, die Tatsache gefeiert, dass drei Mitglieder der Jungen Grünen den Sprung ins Parlament geschafft haben. Auf sie setzte man die Hoffnung, sowohl die jüngere Generation an sich wie auch deren Klimaanliegen im Kantonsrat zu vertreten.

Danach setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung Richtung Helvetia-Platz. Erste kurze Reden beim Luzerner Theater nahmen insbesondere die bürgerlichen Parteien ins Visier, deren Exponenten bisher eher damit beschäftigt seien, sich über potenziell unentschuldigte Schulabsenzen zu brüskieren, als den Inhalten der Demonstrierenden Gehör zu schenken. Bei weiteren Reden am Helvetia-Platz wurde zum einen die Forderung nach dem Ausruf des Klimanotstands nochmals unterstrichen oder zum Verzicht von Billigairlines aufgefordert.

Was am Samstag in Luzern besonders deutlich wurde: Während die Organisatoren und Rednerinnen und Redner – der Motor der Bewegung – weiterhin Junge sind, besteht die Bewegung mittlerweile klar aus Vertretern aller Generationen. Ein symbolisches Zeichen war etwa auch in der Tatsache zu finden, dass die Uhr der Hofkirche an diesem Nachmittag während der ganzen Demonstration auf 5 vor 12 stand. Dies in Solidarität mit den jungen Aktivistinnen und Aktivisten und deren Botschaft, dass es in Sachen Klimaschutz 5 vor 12 stehe.

Grossaufmarsch in Zürich und Bern

Schweizweit gehen die Organisatoren von rund 50'000 Demonstrierenden in 20 Städten aus. Insbesondere in Bern und Zürich kam es zu Grossaufmärschen. Während man in Bern von 8000 bis 10'000 Personen ausgeht, sollen in Zürich nicht weniger als 15'000 Personen an der Demo und Kundgebung teilgenommen haben, wie diverse Medien berichten.

Ein nächster weltweiter Klimastreik ist gemäss den Organisatoren für den kommenden 24. Mai vorgesehen. Auch in Luzern will man dann wieder auf die Strasse, um gehört zu werden.

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