Gross wie 14 FUSSBALLFELDER
Stadt Luzern wächst um ein riesiges neues Wohnquartier mit 360 Familienwohnungen

Auf dem Areal Littau West an der Renggstrasse in Luzern soll ein neues Wohnquartier mit rund 360 Wohnungen vorwiegend für Familien mit Kindern entstehen. Für die neue Überbauung ist eine Änderung des Zonenplans notwendig.

Meret Häuselmann und Hugo Bischof
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Das Areal Littau West ist mit rund zehn Hektaren eines der grössten unbebauten Wohngebiete in der Stadt Luzern, ungefähr so gross wie die Fläche von 14 Fussballfeldern zusammen. Es umfasst das Gebiet Tschuopis und Jodersmatt mit mehrheitlich privaten Grundstücken und zwei städtischen Parzellen. Im Zonenplan Littau ist es der zweigeschossigen Wohnzone zugeteilt. Die Stadt Luzern erarbeitete nun gemeinsam mit den privaten Grundeigentümern einen Bebauungsplan. Das teilte der Luzerner Stadtrat am Dienstag mit.

Schon 2012 befasste sich der Stadtrat ein erstes Mal mit der Siedlungsentwicklung des westlichen Stadtrandes, eine Studie klärte damals grundsätzliche Fragen zur Siedlungsqualität. Um die Bebauung auf dem ebenen Plateau anordnen zu können, werden nun mit einer Zonenplanänderung 3,7 Hektaren der heutigen Bauzone von der Wohn- in die Landwirtschaftszone umgezont. Dadurch kann auf den restlichen Flächen dichter gebaut werden. Die Ausnützung und die Geschosszahl werden entsprechend erhöht. «Möglich sind künftig Bauten mit drei bis zu vier Geschossen, die von attraktiven Grünräumen umschlossen sind», heisst es in der Medienmitteilung.

Eine grosse Anzahl gemeinnütziger Wohnungen

Im Bebauungsplan wurden acht Baubereiche definiert. Auf diesen können rund 360 Wohnungen gebaut werden, 270 auf den privaten Parzellen, 90 auf den städtischen Grundstücken. Drei der acht Baubereiche – die zwei städtischen und ein privater – sind für gemeinnütziges Wohnen vorgesehen. Auf der städtischen Parzelle sind rund 90 gemeinnützige Wohnungen vorgesehen. Damit kommen wir dem Ziel, dass 16 Prozent der Wohnungen in der Stadt Luzern bis ins Jahr 2037 gemeinnützig sein müssen, einen Schritt näher, sagt die Stadtluzerner Baudirektorin Manuela Jost.

Die Baubereiche können sowohl einzeln als auch gemeinsam entwickelt werden. Dazu braucht es gemäss Stadträtin Jost jeweils ein qualifiziertes Verfahren, wie zum Beispiel einen Architekturwettbewerb. Weitere Einzonungen wird es gemäss Jost in diesem Gebiet keine mehr geben.

Buslinie wird verlängert

Um einen guten Anschluss durch den öffentlichen Verkehr an das Dorfzentrum Littau und ans Stadtzentrum Luzern sicherzustellen, soll die Buslinie 12 ab Gasshof verlängert werden. Beim Areal Littau West ist eine Buswendeschlaufe geplant.

Der Bebauungsplan Littau West und die Zonenänderungen liegen bis zum 28. September öffentlich auf. Der Grosse Stadtrat wird voraussichtlich im Frühling 2022 über den Bebauungsplan befinden.

Hinweis: Die Auflageunterlagen können im Internet unter www.littauwest.stadtluzern.ch eingesehen werden.

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