Politik
CVP Stadt Luzern – ein gallisches Dorf in der Mitte?

Der Name «Die Mitte» gilt nun auch in den Gemeindeparlamenten. In allen? Nein, eine wichtige Fraktion verteidigt das «C» noch immer tapfer.

Robert Knobel
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Bonbons mit dem Logo von der Partei «Die Mitte»

Bonbons mit dem Logo von der Partei «Die Mitte»

Bild: Urs Flüeler / Keystone

Der Fall ist eigentlich klar: Weil sich die CVP Kanton Luzern am 6. September den neuen Namen «Die Mitte» gegeben hat, müssen auch die Ortsparteien sowie die Fraktionen in den Gemeindeparlamenten nachziehen.

In Emmen und Horw reagierten die Ex-CVPler sofort: In den Einwohnerratssitzungen dieser Woche war konsequent von der «Mitte-Fraktion» die Rede. In Emmen wurde eingangs der Sitzung sogar eine entsprechende Erklärung verlesen. Nicht so im Luzerner Stadtparlament. An der Sitzung vom Donnerstag begannen die Voten weiterhin mit «Wir von der CVP ...». Auch die Ratspräsidentin richtete ihr Wort jeweils an die «CVP-Fraktion».

«Das hat null mit Protest zu tun»

Handelt es sich da womöglich um einen rebellischen Akt gegen den Entscheid der Kantonalpartei? Wir erinnern uns: Der Widerstand gegen den Namenswechsel wurde nicht zuletzt aus Kreisen der Stadt-CVP orchestriert. Fraktionschefin Mirjam Fries beschwichtigt: «Das hat null mit Protest zu tun. Wir freuen uns sehr über den Namenswechsel.» Man wolle einfach der Ordnung halber die offizielle Anpassung der Vereinsstatuten abwarten. Diese wird Anfang November erfolgen. «Ab dem 4. November werden wir uns dann offiziell ‹Die Mitte Stadt Luzern› nennen», erklärt Fries.

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