Corona-Massnahmen
In Obwalden gilt Sperrstunde erst ab 22 Uhr – Gottesdienste sind mit bis zu 50 Personen erlaubt

Der Kanton Obwalden darf die Sperrstunde in der Gastronomie etwas ausweiten – erst um 22 Uhr ist Schluss. Zudem dürfen Einkaufsläden am Sonntag geöffnet haben.

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(jwe) Der Kanton Obwalden erfüllt die Bedingungen für eine Ausnahmeregelung und macht auch davon Gebrauch. «Für Restaurants, Bars und Clubbetriebe gilt ab Samstag, 12. Dezember, eine Sperrstunde ab 22 Uhr», schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Ausserdem erlaubt der Regierungsrat ab sofort Gottesdienste mit bis zu 50 Personen.

Ausnahmeregelung

Der Bund erlaubt es, Kantonen mit günstigen epidemiologischen Entwicklungen, die Öffnungszeiten bis auf 23 Uhr auszuweiten. Die Voraussetzung hierfür ist, dass der Reproduktionswert während mindestens sieben Tagen unter eins und die 7-Tage-Inzidenz während mindestens sieben Tagen unter dem Schweizer Schnitt liegt. Zudem müssen im Kanton ausreichende Kapazitäten im Contact-Tracing sowie in der Gesundheitsversorgung vorhanden sein.

Das Gasthaus Rose in Kerns darf am Abend wie alle Obwaldner Gastrobetriebe bis 22 Uhr offen haben.

Das Gasthaus Rose in Kerns darf am Abend wie alle Obwaldner Gastrobetriebe bis 22 Uhr offen haben.

Bild: Pius Amrein (06.11.2020)

Auch die Vorgaben für Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen erfüllt Obwalden und so kommuniziert die Regierung: «Die Einkaufsläden können an Sonntagen geöffnet werden.» Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser erklärt dazu: «Mit diesem Beschluss wollen wir der ohnehin schon angeschlagenen Wirtschaft helfen, das für den Umsatz so wichtige Weihnachtsgeschäft einigermassen zu retten.»

Der Obwaldner Regierungsrat weist in der Mitteilung aber auch darauf hin, weiterhin die geltenden Vorsichtsmassnahmen einzuhalten. «Der Schutz der Gesundheit ist weiterhin das oberste Ziel des Regierungsrats. Sollte sich die Lage der Corona-Pandemie im Kanton kurzfristig wieder verschlechtern, behält er sich vor, beide Entscheide noch einmal zu überprüfen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sich die Ausgangssituation im Kanton Obwalden jederzeit sehr kurzfristig ändern kann, womit die Ausnahmeregelung wegfällt.»