Schwyz
Berggänger stürzt am Grossen Mythen zu Tode

Am Samstagnachmittag war die Rettungsflugwacht am Grossen Mythen über mehrere Stunden mit einer Alarmmeldung beschäftigt. Wegen der schlechten Sicht erstreckte sich der Einsatz bis in die Abendstunden. Ein 42-jähriger Zürcher konnte nur noch tot geborgen werden.

Geri Holdener
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Nach 19 Uhr erlaubten die Wetterbedingungen einen Flug in die Nähe des Grossen Mythen.

Nach 19 Uhr erlaubten die Wetterbedingungen einen Flug in die Nähe des Grossen Mythen.

Bild: Geri Holdener

Der Rega-Heli der Basis Erstfeld stand seit Samstagnachmittag im Mythengebiet im Einsatz. Zusammen mit einem Bergungsspezialisten der Alpinen Rettung Schweiz wartete man in der Holzegg auf ein günstiges Wetterfenster.

Längere Zeit verunmöglichten dichte Wolken um den Berg einen raschen Einsatz. Von verschiedenen Seiten her näherte sich der Helikopter einem Gebiet westlich des Mythengipfels. Die Sichtbedingungen liessen aber vorerst keinen sicheren Anflug zu.

Nach 19 Uhr hatten sich die Wolken weitgehend verzogen. Das Rega-Team konnte seinen Einsatz kurz darauf beenden und den Rückflug antreten. Laut Angaben der Kantonspolizei sei um 16 Uhr eine Alarmmeldung eingegangen. Im Gebiet Mythenmatt sei eine leblose Person entdeckt worden. «Diese dürfte im unwegsamen Gelände zu einem bis jetzt unbekannten Zeitpunkt abgestürzt sein», so die Kapo Schwyz.

Traurige Schlagzeilen in diesem Jahr

Diese Sommer kam es im Mythengebiet zu mehreren Rettungs- und Bergungsflügen. Anfang Saison sind am Grossen Mythen zwei Berggänger tödlich verunfallt. Ende Mai befanden sich zwei Personen auf dem Abstieg. Kurz nach dem Gipfel geriet ein 57-Jähriger vom Weg ab und stürzte über ein Felsband in die Tiefe. Der Schwyzer hatte sich beim rund 400 Meter langen Sturz tödliche Verletzungen zugezogen.

Mitte Juni befand sich ebenfalls ein Mann auf dem Abstieg vom Grossen Mythen. Bei der Kurve 10 machte er einen Fehltritt und stürzte rund 40 Meter in die Tiefe. Dabei erlitt der 67-jährige Zürcher derart schwere Verletzungen, dass die Rega nur noch den Tod des Mannes feststellen konnte.

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