Verkleinerung des Talrats Ursern abgesegnet

Der Talrat Ursern kommt künftig deutlich schlanker daher. Anstatt 16 zählt er neu nur noch neun Mitglieder.

Urs Hanhart
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 In der Konzerthalle Andermatt sassen die Teilnehmer der Talgemeinde mindestens zwei Meter auseinander.

In der Konzerthalle Andermatt sassen die Teilnehmer der Talgemeinde mindestens zwei Meter auseinander.

Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 17. Mai 2020)

An der Talgemeinde der Korporation Ursern war am Sonntag vieles anders als gewohnt. Die Versammlung wurde nicht wie üblich auf dem Kirchplatz von Hospental, sondern in der Konzerthalle des Hotels Radisson Blu in Andermatt abgehalten. Durch die Verlegung konnte der coronabedingte Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Talbürgern problemlos eingehalten werden. Beim Eingang mussten sich alle registrieren und ihre Hände desinfizieren. Auf ein Rahmenprogramm wurde diesmal gänzlich verzichtet. «Wir nehmen die Auflagen des Regierungsrates sehr ernst und setzen diese strikte um», versicherte Talammann Beat Schmid in seiner Begrüssung.

Vor dem Betreten der Konzerthalle mussten die Teilnehmer ihre Hände desinfizieren.

Vor dem Betreten der Konzerthalle mussten die Teilnehmer ihre Hände desinfizieren.

Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 17. Mai 2020)

Im Zentrum standen die Wahlen und damit die Umsetzung der im letzten Herbst beschlossenen Strukturanpassungen bei der Korporation Ursern. Bisher bestand der Talrat aus 16 und der Engere Rat aus neun Personen. Neu gibt es nur noch einen Talrat mit neun Mitgliedern. Die Verkleinerung wurde von den rund hundert anwesenden Talbürgern einstimmig abgesegnet.

Talammann Beat Schmid.

Talammann Beat Schmid.

Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 17. Mai 2020)

Beat Schmid bleibt weiterhin Talammann

«Die Suppe ist nicht so heiss gegessen worden, wie sie anfänglich gekocht worden ist», sagte Schmid. Damit meinte er die Tatsache, dass sieben bisherige Talräte im Vorfeld der Talgemeinde demissioniert hatten. Dadurch konnte auf Kampfwahlen verzichtet werden. In den neu formierten Talrat wurden die neun folgenden Bisherigen gewählt: Beat Schmid, Hospental; Erwin Nager, Realp; Franco Cattaneo, Hospental; Marcel Christen, Andermatt; Josef Kägi, Andermatt; Joel Regli, Andermatt; Sandro Danioth, Andermatt; Bernhard Baumann, Realp und Carolin Mazzoleni-Regli, Andermatt. Schmid wurde als Talammann bestätigt, ebenso Erwin Nager als Statthalter.

Einbussen beim Elektrizitätswerk durch die Coronakrise

Yvonne Jörg-Kindlimann und Lars Jörg, beide aus Andermatt, wurden ins Korporationsbürgerrecht von Ursern aufgenommen. Die Korporation zählt momentan 596 stimm- und wahlberechtigte Talbürger. Das entspricht einem Zuwachs von 20 Personen und hängt damit zusammen, dass sich seit dem 1. Januar 2020 aufgrund der erleichterten Einbürgerung auch Ehemänner von Talbürgerinnen als Korporationsbürger bewerben können.

Die einen Reingewinn von 6042 Franken ausweisende Jahresrechnung 2019 der Korporation wurde einstimmig genehmigt. Für 2020 ist ein Reingewinn von 2250 Franken budgetiert. Zustimmung fand auch die Jahresrechnung 2019 des Elektrizitätswerks Ursern. Dessen Jahresgewinn beläuft sich auf 1,3 Millionen Franken. Aufgrund von Einbussen durch die Coronakrise ist beim EW für 2020 ein bescheidener Jahresgewinn von 98100 Franken veranschlagt. Abgesegnet wurde zudem die Abrechnung über den Objektkredit von 17,5 Millionen Franken sowie der Nachtragskredit von 1,5 Millionen für den Bau des Kraftwerks Realp II. Insgesamt kommt es zu einer Kreditüberschreitung von total 204800 Franken.

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