Hünenberg
Es fehlt an Aufgaben und Vorstandsmitgliedern: Verein Zukunft Bösch löst sich auf

An einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung Mitte November hat der Verein Zukunft Bösch seine Auflösung beschlossen.

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2020 hat der Verein Zukunft Bösch seine Vision für das Areal Bösch in Hünenberg vorgestellt und damit für Aufsehen gesorgt: drei Hochhäuser, Plätze und Wege für Begegnungen sowie ein nachhaltiger Mobilitäts- und Energiehub. Nun hat der Verein seine Auflösung beschlossen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

Die 18 Stimmberechtigten haben die Vereinsauflösung diskussionslos angenommen.

Die 18 Stimmberechtigten haben die Vereinsauflösung diskussionslos angenommen.

Bild: PD

Einer der Gründe: Es fehlt an Aufgaben. Seit der Präsentation der Vision hätten die Hünenbergerinnen und Hünenberger zwei Kredite für die Aufwertung des Areals Bösch gesprochen, zudem habe die Gemeinde die Umsetzung der zentralen Punkte der Vision übernommen.

Quartierverein keine Option

Der Verein könne nun nicht mehr direkt einwirken oder begleiten, heisst es in der Mitteilung, weshalb man sich auf die Organisation gesellschaftlicher Anlässe wie des Food-Festivals oder Informationstreffen mit Behörden und Mitgliedern konzentriert habe. Aber:

«Den Verein nur noch als ‹Quartierverein› zu erhalten mit Apéro und GV-Essen ist für den Vorstand keine Option»,

lässt sich Vizepräsident Peter Moos in der Mitteilung zitieren. Dafür gebe es den Gewerbeverein oder den Verein Zug West.

Zudem hat der Verein mit Personalmangel zu kämpfen: So ist keine Nachfolge für Präsident Jeffrey Illi in Sicht, der nach seiner Wahl in den Gemeinderat zurücktritt. Das Vereinsvermögen geht an die Gemeinde für Projekte und Anlässe, die das Bösch aufwerten. (tos)